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Sanierung und Erhaltung 

 

 

 

Die Kreuzkirche zu Schleusingen

 


Geschichtliche Entwicklung


Im Norden von Schleusingen befindet sich die Kreuzkirche neben dem Schleusinger Friedhof. Er befindet sich im Besitz der Kirchengemeinde und wird durch die Stadt Schleusingen verwaltet.

An dieser Stelle - damals noch vor den Mauern der Stadt - wurde 1454 die Heiligenkreuzkapelle errichtet und ab 1530 auch der Gottesacker an diese Stelle verlegt.
Die Kapelle
verfiel nach der Reformation. An ihrem Platz entstand unter Jobst Streitlein und Johannes Reeps die Gottesackerkirche.
Mit dem Bau wurde am 10. Dezember 1600 begonnen. Am 10. November 1602 wurde sie vorläufig eingeweiht und 1604 vollendet.

Die Kirche hat jetzt keinen Turm mehr. Früher war auf der Mitte des Daches ein kleiner sechseckiger Turm, der wegen Baufälligkeit abgetragen wurde. Darin befand sich die Totenglocke. Als Wetterfahne zeigte er einen schwebenden Engel mit einer Posaune.

Die kleine Totenglocke - sie ist 40 cm hoch und hat einen Durchmesser von 50 cm - trägt
die Jahreszahl 1401 und soll 1546 aus der kleinen Kapelle "Unserer lieben Frauen" auf dem Einfirst stand, nach Schleusingen geführt worden sein. Sie befindet sich jetzt im Dachbereich der Kreuzkirche und wird zu den evangelischen Trauerfeiern so oft von Hand angeschlagen, wie der oder die Verstorbene Jahre alt geworden ist.

Ein gekehltes Gesims teilt den Bau in zwei Geschosse, unter mit Kreisfenster, oben mit Spitzbogenfenstern. In der Mitte der Nord- und Westseite befinden sich Spitzbogenfriese.
(Quelle: Dr. H. Bergner: ...Bau- und Kunstdenkmäler Schleusingen)

 

 

 

An das große Rechteck des Gebäudes ist im 19. Jahrhundert ein quadratischer Altarraum angebaut worden. Das Innere der Kirche wurde in der zweiten Halft des im 19. Jahrhundert ebenfalls umgestaltet und mit einer Empore versehen.
Die farbigen Glasfenster im Altarraum sind 1894 von der Firma Dioden & Busch aus Berlin neu gestaltet worden. Sie stellen die Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Jesu dar und wurden von Schleusinger Familien gestiftet.

In den 1937 bis 38er Jahren wurden wieder größere Umgestaltungen vorgenommen. Die Kirche bekam eine elektrische Lichtanlage und Stadtgasheizung. Der Mittelgang wurde beseitigt und 7 runde Fenster wurden neu gestaltet.
(weiter zu den Rundfenstern)

Im Triumphbogen hängt ein spätmittelalterliches Kruzifix, wahrscheinlich stammt es aus einer der früher vorhanden Kirchen, der Heiligkreuzkapelle oder der Kapelle "Unserer lieben Frauen", die auf dem Einfirst stand.






altes Rundfenster: "Kindersegnung" 



  Rechts am Übergang zum Altarraum steht seit 1963 eine lebensgroße Plastik aus Zypressenholz. Diese wurde von Elly Viola Nahmmacher gestaltet und steht als Mahnung und zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege.

Die Orgel steht seit 1896 und erhielt damals 11 Register bei zwei Manualen und Pedal. Der Erbauer war Orgelbauer Kühn aus Schmiedefeld. 1949 wurde sie durch den Orgelbaumeister Kühn aus Merseburg, auf zwölf Register erweitert. Sie besitzt eine mechanische Traktur und erklingt bei Gottesdiensten und Trauerfeiern.

 






"Die getröstete Wartende"


 








In der Kirche befinden sich 16 Ölgemälde .
Sie werden z. Z. restauriert und können nicht betrachtet werden.



Desweiteren gehören 15 Epitaphien, alle in Form von rechteckigen Platten,
zur Ausstattung der Kreuzkirche.

Zwölf davon wurden im Inneren der Kirche und
drei außen an der Nordseite des Gebäudes angebracht.

Umrahmt von verschiedenen barocken Stuckelementen,
bedeckt jeweils eine Grabschrift das mittlere Feld.

Die Krönungen
der Grabplatten wurden mit Wappen und Emblemen zerziert.

(Quelle: Dr. Heinrich Bergner "... Bau- und Kunstdenkmäler Schleusingen, 1901)

Ansicht der Grabplatte des Dr. Johann Paul Siegling, verstorben 1766

 

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