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EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ST. JOHANNIS • SCHLEUSINGEN

Die St. Johanniskirche zu Schleusingen
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" 1291 stiftete Graf Bertold VI. zu Henneberg die Kommende zu Schleusingen. Er wurde Komtur des Johanniterordens, der die Seelsorge für Schleusingen und die umliegenden eingepfarrten Orte (St. Kilian, Waldau, Oberrod, Geisenhöhn, Rappelsdorf) und die Kirche auf dem Einfirst übernahm.

" 1307 wurde vom Bischof von Würzburg der nahebei gelegene Friedhof geweiht (der dann aber 1530 an den nordöstlichen Stadtrand verlegt wurde).

Die Henneberger Grafen und die Kirche

" 1318 schenkte Bertold VII. der Pfarrkirche zu den vorhandenen Altären der Hl. Maria, des Hl. Leonard, der Hl. Katharina und des Hl. Sebastian noch zwei Altäre: des Hl. Erhard und des Hl. Ägidius.

" 1454 stiftete Graf Wilhelm III. eine Kapelle des Heiligen Kreuzes außerhalb der Stadt, an deren Stelle 1600 - 1604 die Kreuzkirche als Gottesackerkirche entstand.

" 1502 stiftete dessen Sohn Wilhelm IV. zur Verbesserung der Seelsorge ein Franziskaner-Kloster. Es war mit 6 Priestern und 2 Laienbrüdern besetzt; doch Wilhelm war nicht zufrieden.

" Nicht wenige aus diesem gräflichen Haus übernahmen geistliche Ämter, und mit großem Eifer stifteten sie Klöster, denen sie die besten Einkünfte aufopferten.


" 1543 hielt D. Johannes Forster, Professor zu Wittenberg, auf Empfehlung Martin Luthers die erste evangelische Predigt in Schleusingen.

Graf Georg Ernst hatte sich 1543 mit der protestantischen Elisabeth von Braunschweig und Lüneburg verlobt und auch mehrere protestantische Fürstenhöfe besucht. Im gleichen Jahr bekam er von seinem Vater Wilhelm IV. die Regierungsgeschäfte übertragen, die er bis zu seinem Tod 1583 führte.

" 1544 empfing am 25.Januar Fürstgraf Georg Ernst zusammen mit seiner Gemahlin und seinem Bruder Boppo aus Ilmenau zum ersten mal das Abendmahl in beiderlei Gestalt, womit sich das Anliegen der Reformation für die Henneberger Grafschaft verband - dargestellt in einem Gemälde an der Ostseite des Kirchenschiffs. (Vater Wilhelm IV. bekannte sich erst 1548 zu Luthers Lehre.)

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D. Forster wurde von Georg Ernst zum Oberpfarrer in Schleusingen und zum Aufseher über alle hennebergischen Kirchen bestellt.

" 1566, dem Todesjahr von Georg Ernsts erster Gemahlin Elisabeth, verlegte Georg Ernst das Erbbegräbnis seiner Familie von Kloster Veßra nach Schleusingen in die Ägidienkapelle.

" 1574 wurde in Schleusingen aus den intelligentesten hennebergischen Geistlichen das Konsistorium gebildet.

" 1582 (ein Jahr vor seinem Tod) hatte Georg Ernst eigenhändig eine Agende für geordneten und gleichmäßigen Gottesdienst ausgearbeitet.